Königswinter-Oberpleis
Ehem. Probstei St. Pankratius
Westlicher Flügel des ehemaligen Kreuzganges (um 1160)
Vor Ausführung der Maßnahmen wurden umfangreiche Voruntersuchungen anhand von Probekörpern und/oder Musterflächen vorgenommen, um zu ermitteln, ob das jeweilige Material die Anforderungen erfüllt. Die Ergebnisse wurden mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege erörtert, anschließend erfolgte die Freigabe.
Die charakteristischen Schäden stellten sich im Überblick wie folgt dar:
- Fugen- und Mauermörtel sind zerstört und herausgelöst; das Mauerwerk kann durch Schlagregen von Wasser hinterwandert werden.
- Tuff-Werksteine weisen umfassende Zermürbungen des Steingefüges, Verluste originaler Oberflächensubstanz, Absandungen, Bröckelzerfall, Rissbildungen und Schalenbildungen auf.
- Das Schadensbild der Grauwacke äußert sich durch aufstehende Kanten, Aufschiefern, Aufschuppen und den Verlust der Oberflächensubstanz.
Konservatorische Maßnahmen:
- Vorsicherung gefährdeter Bereiche durch partielle Festigung mit Kieselsäureester
- Reinigung und Entfernung desolater nicht originaler Fugen
- Schalen- und Rissverfüllung durch Injektionen
- Kittungen und Anböschungen
- Ergänzungen
- oberflächenegalisierende Schlämmen
- Klebungen
- Steinaustausch und Vierungen
- Hohlraumverfüllungen im Mauerwerk
- Abbau und Neuaufmauern gefährdeter Werksteinbereiche
- Strukturelle Festigung einzelner Werksteine mit Kieselsäureester
- Neuverfugung
- Behandlung rostender Eisenteile
- Sicherung von Putz durch Injektion und Anböschung im Gewölbegang
- Kaschierung der Fassungsreste und originaler Putze
|