Knechtsteden
Klosterkirche
Außenfassade der westlichen Apsis
Erbaut um 1138 mit mehreren Umbauphasen
Maßnahme: 2001
Im gesamten Bestand der Fassade zeigen sich unterschiedliche Schadensphänomene, die zum Teil bereits zu fortgeschrittener Zerstörung geführt haben.
Die charakteristischen Schäden stellen sich im Überblick wie folgt dar:
- In weiten Bereichen nicht intaktes Fugensystem mit starken Rückwitterungen, Flankenrissen und teils starren Zementausbesserungen die bereits zu Schäden am Naturstein führten.
- Die Tuffziegel weisen Absandungen, Auswitterungen weicher Bestandteile, Schalen, extreme Rissbildungen und Ausbildung von in der Tiefe liegenden Mürbzonen auf.
- Desolate Altergänzungen
- Extreme Rückwitterungen im Bereich des Trachytgesimses mit Abplatzungen und Schalenbildungen
Primär galt es, den überlieferten Bestand in seiner Substanz zu sichern und identifizierte Schadensquellen soweit möglich zu beseitigen. Dafür sollten folgende konservatorische und restauratorische Maßnahmen zur Ausführung gelangen:
- Reinigung von biogenem Bewuchs und losem Staub
- Vorsicherung gefährdeter, morbider Randzonen der Tuffziegel mit Cyclododekan, einem flüchtigem Bindemittel
- Austausch starrer Zementfugen und desolater Altergänzungen
- Injektion der Risse und Schalen in den Tuffziegeln und Trachytquadern und der Randablösungen im Fugensystem
- Ergänzungen, Kittungen und Schlämmen am Naturstein
- Sicherungsverdübelungen
- Strukturelle Festigung der gesamten Tufffassade im Kompressenverfahren mit elastifiziertem Kieselsäureester
Die Wirksamkeit einzelner durchgeführter Maßnahmen, insbesondere der strukturellen Festigung, sollte durch weiterführende Untersuchungen belegt werden. Im Vorfeld wurden Messungen der kapillaren Wasseraufnahme und Salzanalysen durchgeführt.
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